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Meck-Pomm 2004 - Das A-Team

Das sind sie: Die Jungs der ersten Crew. Tja: Das Schiff dahinter ist es leider nicht. Die Illbruck haben wir in Rostock gesehen. Sie liegt dort und kann bei Bedarf und Interesse (sowie passendem Geldbeutel) gechartert werden.

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Tag 1: Freitag, 28.5. - Anreise

Am frühen Freitag nachmittag geht's los. Unser Ziel: Fehmarn so früh wie möglich erreichen und nach Möglichkeit in den frühest möglichen Morgenstunden nach Wismar segeln. Denn dort soll morgen um 11:00 die Poeler Kogge gewassert werden - und da wollen wir bei sein.



Alles eingepackt. Nichts vergessen? Dieter, hast Du auch die Angeln dabei - denn unser erklärtes Ziel ist es diesmal einen fetten Brocken an Bord zu ziehen.


Halt! Vor dem Einsteigen noch Zeit für ein letztes Foto. Damit uns unsere besseren Hälften auch nett in Erinnerung behalten


Jetzt nur noch anschnallen und los geht's
 


Und die gute Leine begleitet uns schon vor dem Törn.
 

Bei unserer Ankunft - nach leider aufgestauten 6 einhalb Stunden Anreise - ist uns klar: Wir schaffen gerade noch die Übergabe, Checkliste und Sicherheitseinweisung. Dann soll es ins Bett gehen. Morgen früh schauen wir mal, wie früh es wirklich wird. Nach guter seemännischer Verantwortung werden wir es nicht übertreiben. Wenn nicht pünktlich, dafür aber ausgeschlafen in Wismar ankommen, ist das der bessere Weg.

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Tag 2: Samstag, 29.5. - Auf nach Wismar
 

Es kommt, wie es kommen muss: Wir lassen uns morgens Zeit. Lieber gut vorbereitet und ausgeruht auf den Törn gehen, als unnötige Risiken in zu Kauf nehmen. Auf dem Weg Richtung Wismar verlässt uns zudem auch noch der Wind ein wenig, so dass wir es besonders ruhig angehen lassen.

Auf halber Strecke stellen wir uns die Frage: Weiter motoren oder klüngeln? Da wir schon absehen können, dass wir die Wasserung der Kogge eh' nicht mehr schaffen werden, entscheiden wir uns für's klüngeln. Wir liegen als bei und lassen neben der Seele auch noch die Angelschnur baumeln. In meinem Kopf malt sich gerade der 50 cm lange Superfisch ab, den ich Euch im nächsten Foto präsentieren werde. Leider wird daraus nichts. Die Fische hängen auch ab und melden sich nicht beim Köder zu Wort.

Also geht es nach geraumer Zeit weiter. Und am wirklich sehr späten Nachmittag erreichen wir dann auch endlich Wismar.

Schon während der Einfahrt in den alten Hafen fallen uns - unübersehbar - die zwei portablen Kräne auf, mit denen das 95 Tonnen (ohne Ballast!) wiegende Ungetüm ins Wasser gelassen wurde.

Der Hafen zeigt zudem deutlich, dass wir nicht die einzigen waren, die diese Idee hatten hier aufzuschlagen.

 

Das Begrüßungskommitee hält unermüdlich Ausschau:
Wie in anderen mecklenburgischen Hafenstädten entdeckt man während der Einfahrt in den Hafen das eine oder andere bauliche Relikt vergangener Zeiten
Ob wir hier wohl noch irgendwo Platz finden werden? Als fünfte Yacht in's Päckchen zu gehen wäre jedenfalls nicht unser Traum
Manche haben es da etwas einfacher



Am Ende finden  wir dann doch noch ein charmantes Plätzchen am lang gestreckten Steuerbord-Kai des alten Hafens. Der Nachteil, den wir in Kauf nehmen ist ein etwas längerer Weg zu den sanitären Anlagen.

Am kommenden Morgen werden wir jedoch feststellen, dass es eh' egal ist, denn auf Grund des Riesenandrangs gibt es unerträglich lange Wartezeiten - die morgige Katzenwäsche an Bord genügt dann eben auch.


Und da liegt sie: Die Kogge zum ersten Mal im Wasser. Zugegeben, der Mast fehlt noch, aber ansonsten hat wohl alles termingerecht geklappt. Vor den alten Handelsbauten im Hafen sieht die gesamte Kulisse schon filmreif aus:

Sieht man sich das Schiff im Detail an, staunt man schon gewaltig über die Dimension der verbauten Materialien

       

Gegen eine geringe Gebühr dürfen Besucher gerade mal ins (noch nicht ausgebaute) Innere der Kogge sehen. Da die wenigen Euros, die wir hier berappen müssen, für den weiteren Bau und die damit verbundenen ABM-Maßnahmen stehen, fällt es uns leicht, die Kasse klingeln zu lassen


Auf dem Weg zur Kogge durchstreift man einen mittelalterlichen Jahrmarkt. Selbst "das gemeine Volk" läuft in entsprechender Tracht herum, was dem ganzen eine ziemlich autentische Atmosphäre verleiht.

Nachfolgend laden ein paar Bilder zum Bummel über den Markt ein:

 


 

 

 

Nachdem wir genug Lokalkolorit in uns aufgesogen haben, meldet sich unser Magen zu Wort. Im nahe gelegenen Brauhaus genießen wir neben dem netten und preiswerten Essen auch die umwerfende Gastfreundschaft.

 



   




Bevor es dunkel wird sehen wir uns während eines kurzen Stadtbummels noch die Stadt an.


Nach Einbruch der Dunkelheit geht's noch mal auf den Jahrmarkt. Selbst wenn alle Lichter aus wären, wäre er leicht zu finden gewesen, da mittlerweile eine phantastische Band live aufspielte. Das Repertoire reichte von Joe Cocker bis hin zu Dire Straights und sowohl Band wie Leadsänger brachten die Stücke so rüber, dass es nur noch in den Füßen zuckte.

Gegen 0:00 geht's in die Koje. Auch wenn der Hafen hier so friedevoll aussieht, hat uns die Band noch prima beschallt. Spätestens jetzt waren wir froh, dass unser Liegeplatz nicht unmittelbar Richtung Hafenmitte war.

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Tag 3, Sonntag, 30.5. - Wismar->Kühlungsborn
 

Den nächsten Tag lassen wir denn auch ganz entspannt angehen. Um trotzdem ordentlich Strecke machen zu können (wir wollen bis nach Kühlungsborn) sparen wir uns das Frühstück im Hafen. Ebenso wie das Duschen - der kleine Yachthafen ist bei dem Andrang all der Wassersportler ohnehin überfordert.

Dieter bereitet sich schon mal gut gelaunt auf das kommende und zu erwartende "Sonnenbad" vor.

Während der Ausfahrt von Wismar - wir erinnern uns: Das betonnte Fahrwasser ist lang - machen wir uns dann an ein sonniges und entspanntes Frühstück an Deck.



Anschließend genießen wir den Tag ...


... bei achterlichem Wind geht es gemütlich voran!

Was soll uns da noch stören?

   


Auf halber Strecke nach Kühlungsborn - mittlerweile ist es Mittag - lassen wir es uns noch mal gut gehen: Es gibt echte norddeutsche Mittagskost: Labskaus mit Zubehör (s. Foto!).


Wenn das so weitergeht entwickelt sich unser Ausflug noch zu einer waschechten Kaffeefahrt. Hoffentlich kommt gleich keiner und verkauft Heizdecken oder Mitropa Kaffeemaschinen.
 

Doch keine Gefahr: Der Wind frischt auf und auch die Richtung passt nicht mehr so ganz optimal. Auf dem Weg zur Nordseite der Mecklenburg-Vorpommerschen Küste fangen wir denn auch mit dem Kreuzen an. Wie auch auf der Übersichtskarte zu sehen ist (für Karte diesen Link klicken).

Bevor der Hafen von Kühlungsborn erreicht wird sehen wir durchs Fernglas an der Küste die altherrschaftlichen Urlaubsdomizile aus DDR- und noch früheren Zeiten:

Ein imposanter Zweimaster - auf Reed liegend - begrüßt uns schließlich vor der Einfahrt in den Yachthafen Kühlungsborn:

Der Hafen ist ebenfalls ordentlich gefüllt. Ist jedoch in den vergangenen Jahren so weit ausgebaut worden, dass es immer noch ein Plätzchen (und sei es am Passantensteg) zu finden gibt.

Unser Schiff sieht nach dem Festmachen mehr nach einem Wohnwagen denn nach einer Segelyacht aus. Meine gut gemeinte Deckspflege bei offener Vorschiffsluke hat Andreas' Schlafsack erwischt. Bei unserem Sahnewetter jedoch gar kein Problem: Eine Stunde Entspannung über dem Ruderrad und schon geht es dem armen Schlafsack besser.


Während wir unser sieben Sachen durchlüften lassen machen wir uns auf eine Runde durch Kühlungsborn. Wobei man "durch" eigentlich nicht wirklich betonen darf. Denn vor dem eigentlichen Ort gilt es erst einmal eine lange Meile Strandpromenade zu bewältigen. Dieter und Felix orientieren sich erst einmal

Ergebnis unserer Untersuchung ist: Die Mannschaft teilt sich auf. Die erste Hälfte (be)sucht den Stadtkern und die zweite Hälfte belässt es dabei, in Hafennähe kulinarische Köstlichkeiten zu studieren. Serviert vom außerordentlich freundlichen Grillmeister persönlich:


Ob nun allerdings Bratwurst in Kombination mit einem asiatischen Nudelgericht die ideal Wahl war bleibt noch zu diskutieren.

Schließlich senkt sich der Abend über dem Yachthafen. Bei diesen milden Temperaturen und dem klaren Himmel hat die ganze Szenerie schon etwas mediterranes. Wieder einmal muss ich mich an die meteorologische "Sahneschnitte" erinnern, die uns schon bei unserem ersten Pfingsttörn versprochen wurde.

Die Krönung unseres heutigen Reiseprogramms kommt aber nach: In Plicht sitzend, bei einem Gläschen Rotwein wird uns noch ein Höhenfeuerwerk erster Güte geboten:



 

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Tag 4, Montag, 31.5. - Rostock, das Ziel
 

Alles hat ein Ende, auch dieser kurze Törn. Wie sich der geneigte Leser erinnern wird, hatten wir als erste Etappe die Strecke bis nach Rostock in's Auge gefasst. Dort wird unsere Truppe von einer zweiten Crew abgelöst.

Auf dem Weg nach Rostock liegt außer dem freien Wasser der Ostsee noch eine erhebliche Strecke (>7sm) die Warnow flußaufwärts.

Neben der positiven Tatsache, dass der Strom sehr gering ist, freuen wir uns über geeigneten Wind um "am Wind" segeln zu können und nicht motoren zu müssen. Ebenso ist die Reise sehr interessant: Vorbei an der traurig-berühmten Neptun-Werft (Treuhandstiftung lässt grüßen) und dem Rostocker Stadion gibt es auch auf dem Wasser noch eine Menge zu sehen.

 

Wer möchte kann uns virtuell begleiten und den Filmstreifen verfolgen, der die Fahrt auf der Warnow flußaufwärts dokumentiert:


Im Hafen von Rostock überrascht uns die Tatsache, dass wir hier mit Moorings zu tun bekommen. Ich dachte immer, das gibt es nur im Mittelmeer.

Unser Anlegemanöver hat Peter, unser Haus und Hof-Paparazzi festgehalten um zu zeigen, dass es mehr als nur einen Weg gibt, ein Boot zu verlassen:


Auch zum Abschluss der Reise hat der Törnveranstalter noch eine Überraschung parat. Denn wir machen schließlich nicht an irgendeinem Steg fest. Nein unmittelbar auf der anderen Seite des Steges liegt der deutsche Gewinner des Vovo Ocean Races, "die Illbruck". Da heisst es dann noch mal gucken, staunen und fragen stellen. Denn zu unserem Grlück turnen ein paar Spezialisten an Bord rum.

Für alle, die's interessiert: Die Illbruck gehört mittlerweile einem in Rostock ansässigem Eigner. Sie kann für Tagestörns mit Skipper gechartert werden. Dann macht man sich gemeinsam auf den Weg, rüber über die Ostsee in Richtung Langeland und wieder zurück. Zum Schluss gibt's noch eine Nachbesprechung mit Videoauswertung. Sicherlich keine Butterfahrt und vermutlich auch ein paar Euro teurer - aber bestimmt ein tolles Erlebnis.

Wieder an Land warten wir dann auf "die Kumpels". Nach einer guten halben Stunde kommt denn auch "die Ablösung". Nach einer herzlichen Brgrüßung wird noch ein kurzer Klönschnak gehalten und dann heißt es "umpacken", also altes Zeug raus aus dem Schiff und neues, mitgebrachtes rein.

 

Und dann ist der gefürchtete Moment unwiderruflich gekommen: Es heißt Abschied nehmen. Na ja, klingt ein bisschen schwülstig - ist es letztlich aus. So ganz dramatisch war es denn doch nicht: Aufstellung für ein letztes Foto, handshake und Umarmungen und schon geht's für die erste Truppe nach Hause. Dort warten schließlich schon ein paar liebe Familienmitglieder. Auf die neue Crew dagegen warten ein paar wunderschöne Tage auf der Ostsee, da dazu mehr im nächsten Törnbereicht ... -> hier klicken!


von links nach rechts: Felix, Peter, Andreas, Dieter, Ralf und Illbruck
(wir haben sie angefasst - wir waren sozusagen schon fast an Bord!)

To be continued ... (hier geht's zum Pfingsttörn, Teil 2)

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Stand: 18.09.09