SKS-Kaffee

Ein Rezept wie es das Leben schrieb

 

Man nehme:

bulletGut durch getrocknetes Kaffeepulver
bulletEinen Filter
bulletZahlreiche Filtertüten
bulletEine gut warm haltende Isolierkanne
bulletEinen sauberen Kochtopf
bulletEinen Flötenkessel
bulletEinen Gasherd

Da das Kochen des Wassers eine nicht zu vernachlässigende Zeit in Anspruch nimmt, fülle man zuerst den Flötenkessel mit Wasser und bringe dieses auf dem Gasherd zum Kochen. In unserem Fall hatte das "Dreiklang"-Horn des Flötenkessels den angenehmen Nebeneffekt, dass die Fertigstellung des Kochvorganges auf eine weniger penetrante Art und Weise angezeigt wurde.

Noch während des Kochvorganges bereite man die unten angegebenen Arbeitsschritte vor.

Zunächst öffne man den Kaffeebehälter. 

Anschließend stelle man die Filterapparatur auf die Isolierkanne und breite eine handelübliche Filtertüte im Inneren des Filters aus. Wie empirische Analyse ergeben haben, hat der Ursprung der Tüte keinen oder nur unmerklichen Einfluss auf das Ergebnis der Unternehmung.

Anschließend fülle man eine - dem Geschmack angemessene - Menge Kaffeepulver in den Topf. Unseren Arbeitsergebnissen gemäß bieten sich hierzu zum Beispiel sechs schwach gehäufte Teelöffel für acht Tassen erstklassigen Skipperkaffees an.

Nachdem der Flötenkessel sich zu Wort gemeldet hat übergieße man das Kaffeepulver mit dem kochenden Wasser. Dabei ist insbesondere auf die Benetzung tatsächlich aller Pulverkörner zu achten.

Anschließend lasse man die so entstandene braune Köstlichkeit einige Minuten ziehen. Die Zeit sollte nicht zu knapp bemessen sein, um dem Kaffeepulver die Gelegenheit zu geben, aus lauter Verzweiflung zu Boden zu sinken.

Anschließend fülle man die Kaffeelösung in den wohl vorbereiteten Filter und warte bis dieser sich so effektiv verstopft hat, dass kein weiterer Kaffee durchläuft. Sollte dies beim ersten Anlauf nicht gelingen, so kann ein zweiter Versuch nicht schaden. Nach unserer Erfahrung verstopft der Filter sehr schnell und zuverlässig!

Wenn tatsächlich gar nichts mehr geht, entsorge man die missmutige Filtertüte und ersetze diese durch eine neue und hoffentlich willigere.

Die gesamte Prozedur ist fortzusetzen, bis die Kaffeekanne gefüllt.

Sollte der Kaffee wider Erwarten doch in absehbarer Zeit fertig geworden sein und auch noch eine, über der Außentemperatur liegende Gradzahl aufweisen, so kann der Kaffee der Mannschaft serviert werden. Falls diese noch an Bord ist und den Törn nicht bereits beendet hat.