Pfingsten ´05 - Teil I

 

Home
Nach oben
Über FeelTheWind
Favoriten
Törnberichte
Rezept-Börse
Fotoalbum
Gästebuch
Credits
Disclaimer
Impressum

 

Schleswig, wir kommen

Die letzten Jahre hatten wir immer schon mal vor, die Schleswig-Holsteinische Küste zu besegeln. Dieses Jahr soll es endlich geschehen. Unsere Törnplanung sieht dabei zwei Abschnitte vor, zwischen denen uns zwei Crew-Mitglieder (Peter und Felix) verlassen wollen - denn sie müssen wieder in die Schule. Preisfrage: Welchen Beruf haben die beiden ;-).

Als Austausch-Spieler kommen dann Horst und Winnie an Bord, aber dazu lest Ihr mehr im Törnbericht "Von Arnis durch die dänische Südsee!!".

Rechts die erste Crew in voller Pracht:

 


von links nach rechts:
Fünf, die nichts Meer erschrecken kann:
Peter, Axel, Felix, Ralf und Michael

horizontal rule

Tag 1: Freitag, 13.5. - Anreise
Well prepared

Freitag Nachmittag geht's los. Fünf Crew-Mitglieder teilen sich einen sechs-sitzigen VW-Camper. Nachdem jeder sein Päckchen abgelegt hat, stellt sich die Frage: Und welche Spedition kann uns nun mitnehmen?

Gut probiert ist halb gewonnen: Horst (Foto rechts) von Törn No. 2 probt schon mal den Ernstfall.

Nachdem wir alles dann doch nocht erfolgreich verstaut haben, stellt sich die Crew dem ersten Gruppenfoto. Wer weiß - so jung kommen wir nicht mehr zusammen.

Auf dem Weg nach Fehmarn dürfen wir schon mal den
Wind "in der dritten Dimension" erahnen.

Na ja! Nur noch 440 km und dann lassen wir uns auch
nach Westen pusten.

horizontal rule

Tag 2: Samstag, 14.5. - Go West
Blase Wind, blase!
Wie wir ja mittlerweile wissen, hängt der Erfolg eines Törns davon ab, wie man ihn startet. Damit auch alles gut läuft starten wir also zunächst mit einem romantischen Weckmanöver (siehe links). Schließlich will der Skipper ja, dass die Crew von Anfang an gut drauf ist.

Anschließend geht es daran, das Frühstück vorzubereiten. Peter versucht es mal mit Hypnose: Koch, Kaffee, koch - nur fest genug dran denken, es wird schon.

 

 

Derweil entscheidet sich Michael für den herkömmlichen, wenn auch langweiligeren Weg: Irgendwo muss doch das Pulver sein?

Nach einem, dann doch endlich erfolgreich stattgefundenen, gemütlichen Frühstück an Bord starten wir mit der obligatorischen Sicherheitseinweisung.

Nachdem wir dann endlich loslegen können, führt uns unser erster Schlag in die Kieler Förde nach Laboe. Auf dem ersten Abschnitt werden die gerade erworbenen Kenntnisse in die Tat umgesetzt: Segeln in Sicherheitskleidung, beobachten der Geräte und natürlich der Umgebung. Vorbei an der romantischen Südküste Fehmarns und an der Beelitz-Werft geht es tatsächlich wie geplant nach Westen. Und das Best daran: Der Wind ist auch noch mit uns, denn er bläst mit guten 5 Bft aus Osten. So können wir dann auch die Genua ausbaumen und mit "Full-Speed" nach Westen heizen:

Während unseres Schlages von Burgtiefe nach Laboe nimmt der Wind noch zu. Bei 6 Bft. von achtern rasen wir mit der ausgebaumten Genua und Bullenstander am Groß Richtung Westen. Unterwegs erreicht uns noch der Notruf einer gekenterten Jacht, zu der dann aber schon ein Rettungsschiff der DGzRS unterwegs ist (siehe Fotoreihe oben).

In der Kieler Förde müssen wir dank unseres nun erforderlichen Südkurses auf Halbwindkurs gehen. Dafür sind wir jedoch ein wenig übertakelt und schnell lernt unser Rudergänger, was es heißt "in die Sonne zu schießen". Unsere Krängung legt das Schiff soweit um, dass der aufkommende Druck in den Segeln nicht mehr durch das Ruderblatt abgefangen werden kann. Außer einem Schreck ist jedoch nichts passiert und wir machen uns getrost auf die Suche nach der Hafeneinfahrt. Die Ansteuerung des ehemaligen Olympiahafens ist völlig problemlos.

Noch vor Sonnenuntergang machen wir fest und genehmigen uns erst einmal einen traditionellen "Anleger". Peter weist uns auf dem Bild deutlich darauf hin, dass in unserem Fall der Name Programm ist ("Veteraneo") - was will er uns wohl damit sagen?

Derweil macht sich Michael als unser Smutje nützlich. Dank an Ihn und seine Beate, die uns ein prima Essen vorgefertigt hat. Michael: Ich habe die Bilder geliefert, Ihr müsst mir das nur noch zu einem Rezept zusammen schreiben und schon haben wir wieder einen Eintrag in der Rezeptbörse.

  

  

Nach einem gelungenen und entspannenden Mal lassen wir den Tag mit einer kleinen Sight-Seeing-Tour ausklingen. Dabei ist eigentlich nur schade, dass in Laboe das Marinedenkmal so früh schließt. Also gibt es keine Kulturaktion mehr - nur noch Fotos von außen:

   

   

Der Rundgang hat offensichtlich zuviel Sauerstoff an unsere Nervensysteme geliefert, denn abschließend ist nur noch Abhängen im Schiff angesagt:

   


Ein Frachter läuft noch Richtung Kiel in die Förde ein.
(Für alle Sportschiffer: Was sagt uns die Lichterführung?)

 
Laboe Jachthafen Nord*
Liegeplatz 16,00 €
Strom 2,00 €
Duschen 1,00 €
z. Zt. in Wartung (nur drei in Betrieb)
Sonstiges:
Brötchen Im Ort - ca. 10 Minuten Fußweg
Kulinarisches Spitzen-Eis: Strandweg entlang, kurz vor dem Marinedenkmal mit Sitzgelegenheiten mit Blick auf die Kieler Förde

horizontal rule

Tag 3: Sonntag, 15.5. - 1000 Regatten
Rette sich, wer kann

So fängt der Tag richtig an: Duftender Geruch verbreitet sich zeitig im Schiff - unsere gute Fee Michael war am Werk noch bevor ich die Augen geöffnet habe. So macht Segeln Spaß ;-)

Nach einem gemütlichen Frühstück machen wir uns auf den Weg. Was wir nicht geahnt haben ist, dass dieser Pfingstsonntag im Westen von Regatten geprägt sein wird. Egal, in welche Förde wir "einkehrten", begegneten uns immer wieder Regatta-Felder. Ein schöner Anblick, aber mittelfristig auch anstrengend, da man den lieben Sportler-Genossen natürlich nicht in's Gehege segeln wollte.

Insgesamt haben wir heute einen richtigen "Sahne"-Tag. Bei herrlichstem Sonnenschein lässt uns auch der Wind nicht im Stich. Beim herausfahren aus der Kielerförde haben wir mit dem Fernglas einen tollen Blick auf Kalkgrund - für viele Revierkenner nichts besonderes, für mich ein Highlight, kannte ich die Kontur doch nur aus den theoretischen Segelscheinprüfungen.

   

   

Am frühen Nachmittag verlässt uns allerdings der Wind. Zunächst lässt er langsam nach, dann ist plötzlich tote Hose. Selbst eine Segelschule "packt ihre Sachen" und der Nachwuchs lässt sich "reinschleppen".

Mit großer Geduld harren wir unter Segeln aus. Noch müssen wir es noch "am Wind" bis zur Eckernförder Förde schaffen. Dort, mit Westkurs hoffen wir dann auf die Gelegenheit den Blister zu setzen.

        

Nachdem die schöne Blase steht, fahren wir trotz der nur noch 1-2 Bft mit immer noch 3-4 Knoten Richtung Eckernförde.

Leider hat auch dieser Spaß viel zu schnell ein Ende - denn der Wind lässt unerbittlich immer weiter nach. Aber wir kommen wohl ins Guinnes Buch der Rekorde, denn wir halten durch, bis die Logge nur noch "satte" 0,9 Knoten anzeigt. Dann holen wir auch das Blau-Weiße Tuch runter.

Jetzt wird die Unterwasser-Genua angeworfen und mit geradlinigem Kurs auf Eckernförde zugehalten. Bei lauer Luft ist jetzt nicht nur für den Wind das Abhängen Angesagt.

  

Nachdem wir im kleinen, schnuckeligen Hafen in Eckernförde festgemacht haben, genehmigen wir uns fröhlich den Anleger. Wir haben ihn uns heute vielleicht nicht gerade durch "harte Abend gegen den Wind" verdient. Dafür aber umso mehr im Beweisen stählerner Nerven gegen die störrische Eigenwilligkeit der Elemente ;-)

Nach Abhängen und Klar-Schiff-Machen geht es auf den obligatorischen Landgang. Besonders schön wirkt das kleine Städtchen durch die späte Nachmittagssonne. Und auch, wenn relativ wenig los ist - man spürt halt den Sonntag - genießen wir den Rundgang und finden auch noch ein prima Restaurant zum abendlichen Fisch-Essen. Am besten, Ihr lasst Euch mitnehmen, auf einen kleinen Rundgang durch Eckernförde:

Ein prima Tag - so was kann man wirklich nur Segelurlaub nennen - mit der Betonung auf Urlaub.

Allerdings muss ich neidvoll anerkennen, dass wir im Jachthafen tatsächlich ein junges Paar entdeckt haben, das wusste, wie man "noch einen Tick" mehr Urlaub aus diesem Tag machen kann: Mit einem kleinen "Fertig-Einmal-Grill" sitzen sie an einem Holztisch und grillen sich frischen Fisch.
Statt Neid einfach: Merken - und später selber machen!
Mehr dazu gibt's dann eben im nächsten Törnbericht "Juni 2005 - Lübeck und zurück".

 

Eckernförde - Handelshafen*
Liegeplatz 12,00 €
Strom incl.
Duschen Sehr gepflegt
Duschmarken beim Hafenmeister erwerben
Code-Schloss
Sonstiges:
Brötchen Können beim Hafenmeister bestellt werden
Kulinarisches Spitzen-Fisch: Restaurant "Eckernförder Fischdeel" - aber nicht ganz billig

horizontal rule

Tag 4: Montag, 16.5. - Arnis
Fish'n'Ships ;-)

Der letzte Tag für einen Teil der Crew beginnt: Montag = Crew-Wechsel-Tag! Michael und Axel bleiben uns erhalten. Peter und Felix - Ihres Zeichens der Zunft der Lehrer zugehörig - müssen uns verlassen, da zu Hause zahllose ungeduldige Schüler/innen auf sie warten um mit Wissen und Erfahrung voll gestopft zu werden (soviel zur Theorie) Als Ersatz für die beiden sind bereits Winnie und Horst auf dem Weg gen Norden und möchte uns in Arnis ablösen.

Also heißt unsere heutige Etappe: Eckernförde -> Maasholm -> Arnis. Wir sind schon ganz gespannt auf die sagenumwobene schöne Fahrt in die Schlei - und natürlich (als Fisch-Freaks) auf die frischen Köstlichkeiten im allseits dafür bekannten und gerühmten Maasholm. Also nichts wie "auf die Socken".

   

   

Der Leuchtturm von Maasholm ist schon von weitem zu sehen. Mit uns laufen zahlreiche Segler ein und wir freuen uns schon wie die Schneekönige auf ein frisches Fischbrötchen.

Bei der Fahrt in die Schlei halten wir uns, wie es sich gehört, ordentlich an's betonnte Fahrwasser. Das sollte man hier auch tunlichst so handhaben, denn gleich zu beginn liegt steuerbords ein Naturschutzgebiet mit teilweise nur 60 cm Wassertiefe.

Schließlich machen wir in Maasholm am Passanten-Steg fest und genießen den wundervollen, fast romantischen Ausblich, auf den Deich:

Beim Hafenmeister erkundigen wir uns nach der Möglichkeit, Fischbrötchen zu  kaufen: Nichts leichter als das, direkt "um die Ecke" hinter dem Verwaltungshäuschen. Nachdem auch noch die Crew No. II eingetroffen ist und wir erst mal ein freundliches Hallo austauschen machen wir uns auf den Weg, die Schlei hinauf - noch in der ersten Besetzung. Unseren Neuankömmlingen Winfried und Horst drücken wir noch eine Kamera in die Hand, um die Segelyacht Omega beim Passieren der neuen Hebebrücke ei Kappeln zu fotografieren. Der eigentliche Crewwechsel soll später in Arnis stattfinden.

Der folgende Kartenausschnitt zeigt die geplante Route, durch die Hebebrücke bei Kappeln bis zum Jachthafen in Arnis.

Die neue Hebebrücke bei Arnis öffnet stets ein Viertel zur vollen Stunde.
Winnie und Horst können wir von untern leider nicht erkennen, aber wir winken vorsichtshalber mal wie die Weltmeister.

 

 

Nachdem wir die Brücke passiert haben nähern wir uns dem Museumshafen. Er trägt seinen Namen mehr als zu recht. Gerade dürfen wir An- und Ablegemanöver der klassischen Segler auf dem engen Schlei-Fahrwasser bewundern.



So möchte man wohnen: Direkt mit Steg und passendem Boot an der Schlei.

Nachdem wir dann schließlich wie geplant am Nachmittag in Arnis festmachen. Dort warten wir dann auf das Eintreffen unserer Folge-Crew-Mitglieder. Sie kommen etwas später, haben im Stau an der Brücke gestanden - aus dem Foto ist folglich nichts geworden.


Wer kritisch hinsieht kann alte und neue Crew-Mitglieder schnell erkennen: Schlafen und strahlen!

Für Peter und Felix war es jetzt so weit. Sie werden sich auf den Heimweg machen. Während dessen packen wir erst einmal alle Mitbringsel von Winnie und Horst an Bord und werden anschließend einen kleinen Stadtbummel machen. "Stadt" ist sicherlich übertrieben: Der Ort Arnis - zu meiner Jugendzeit als kleinste Stadt Deutschlands gerühmt - besteht im Wesentlichen aus eigentlich zwei Straßen, der "Lange Straße" und ???. Aber dazu im nächsten Törnbericht mehr (s. auch "Pfingsten '05 - Teil II"). Für diesen Abschnitt war's das erst einmal.

Jachthafen Arnis*
Liegeplatz 12,00 €
Strom incl.
Duschen Kostenlos
Sehr gepflegt

horizontal rule

Rätsel an der Ostseeküste

Unsere Website wird zum Mitmachen erweitert. Rätseln, denken forschen, jetzt seid Ihr gefordert.
Wir starten unsere neue Rätselreihe gleich mit einer echten Herausforderung:

Apropos nächster Törnbereicht: Horst hat zwar kein Foto von der Omega an der Brücke mitgebracht, aber ein Rätselbild, genauer gesagt ur-nord-deutsche Sprachforschung. Wer bis zum Erscheinen des nächsten Törnberichts die richtige Erklärung für den untenstehenden Straßennamen in unser Gästebuch eingetragen hat, wird offiziell geehrt ;-)


Watt heisst datt ???

horizontal rule

Alles gut! Super Törn, bis zum nächsten Mal - und hier noch mal die Protagonisten
(Axel, Michael, Felix, Peter und Ralf)

   

 

Jungs! Wir seh'n uns Pfingsten 2006 wieder!

horizontal rule

Home | September 2004 | Pfingsttörn 2003 | SKS-Törn | Absegeln 2003 | 25% Atlantik | Meck-Pomm | Oktober 2004: Absegeln | Pfingsten 2005 | Absegeln 2005 | Juni 2005 | Windiger Herbst | Bornholm und Wallander

Stand: 20.11.05